Das Prinzip Nahwärme

Das Prinzip Nahwärme

Das Prinzip Nahwärme

Bereits die alten Römer verwendeten heißes Thermalwasser nicht nur zum Baden vor Ort. Sie transportierten es durch Leitungen und ließen es in Becken und sogar in Bodenheizungen sprudeln, um ihre Gebäude zu heizen. Ein Beispiel für ein mehr als 2.000 Jahre altes Nahwärmenetz.

 

So funktionieren moderne Nahwärmenetze

Auch das Prinzip unserer modernen Nahwärmenetze ist einfach, aber wirkungsvoll: Von einer Heizzentrale aus werden Einzelobjekte, Betriebe, Siedlungen oder ganze Dörfer und Städte mit Wärme versorgt. Im Heizkessel der Zentrale wird Wasser durch den Einsatz umweltfreundlicher Energie erwärmt. Das Wasser gelangt über gut isolierte Leitungen zu den einzelnen Gebäuden, wo eine Wärmeübergabestation dafür sorgt, dass die benötigte Wärme in das bestehende Heizungssystem bzw. zur Aufbereitung von Warmwasser übernommen wird. Und das per Knopfdruck.

 

Quelle: Österreichischer Biomasseverband

 

Heizwerk

In einem Heizwerk in der Region wird Wasser erwärmt. Dafür wird Biomasse (Hackgut, Resthölzer etc.), Solarenergie und zum Teil auch Abwärme aus der ortsansässigen Industrie verwendet. Modernste Heizkessel und Filter sorgen dabei für einen hohen Wirkungsgrad und minimale Emissionen. Ein Teil des Stroms, den das Heizwerk braucht, wird außerdem durch die hauseigene Photovoltaikanlage (also durch Umwandlung von Sonnenenergie in Strom) abgedeckt.

 

Nahwärmeleitungen

Das im Heizwerk erhitzte Wasser wird in gut isolierten Rohrleitungen zu den einzelnen Verbrauchern geleitet. Bereits bei der Verlegung der Rohre werden außerdem Glasfaser- oder Datenkabel mitverlegt, die eine schnelle und komfortable Fernwartung der Wärmeübergabestation auf Kundenseite ermöglichen.

 

Wärmeübergabestation

Die Wärmeübergabestation ist das Bindeglied zwischen dem Nahwärmenetz und dem jeweiligen Gebäude. Sie versorgt das Heizsystem des Gebäudes mit der nötigen Wärme, ist komfortabel, platzsparend und einfach zu bedienen.

 

Bestehendes Heizsystem und Warmwasser

Um ein Gebäude an das Nahwärmenetz anzuschließen, sind im Normalfall nur minimale Adaptionen nötig. Das bestehende Heizsystem wird auf Wunsch durch energiesparende Maßnahmen (z. B. Energiesparpumpe und Heizkörperthermostatköpfe) verbessert, um zusätzlich den Verbrauch im Haus zu senken und die Effizienz zu steigern. Dasselbe gilt für die Warmwasserversorgung.

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