Power-Bauer

Land- und Forstwirte als treibende Kraft

Power-Bauer

Bei der Entwicklung und beim laufenden Betrieb eines ökologischen Biomasse-Nahwärmenetzes spielen die regionalen Holzbauern als Brennstofflieferanten und Mitbetreiber eine ganz zentrale Rolle. Sie sind es, die die Regionen durch ihre Arbeit und die Lieferung von Restholz und Hackgut aus den heimischen Wäldern unabhängig von den Öl- und Gaskonzernen dieser Welt machen. Zahlreiche Landwirte sind an unseren bestehenden Heizwerken beteiligt. Als Miteigentümer übernehmen sie Verantwortung und gestalten die Region mit. Viele sind auch als Heizwarte für ihr Heizwerk im Einsatz. Sie sind unsere Power-Bauern.

 

Holzland Österreich

In Österreich sind 48 % der Gesamtfläche mit Wald bedeckt. Jedes Jahr wachsen 30 Millionen Festmeter nach, davon werden allerdings nur 26 Millionen geerntet. Der Brennstoff Holz ist also in großen Mengen vorhanden. Gemeinsam mit regionalen Land- und Forstwirten nutzen wir dieses große Potenzial, um unsere Biomasseheizwerke zu befeuern. Dabei wird hauptsächlich Hackgut verwendet, das aus nicht sägefähigem Restholz hergestellt wird.

 

 

Davon profitieren die regionalen Holzbauern

  • Weitere wirtschaftliche Standbeine werden durch Hackgutproduktion, Betriebsbeteiligungen oder die Arbeit als Heizwart aufgebaut.
  • Resthölzer gewinnen an Wert und schaffen Einkommen.
  • Ein langfristig fairer Holzpreis wird erzielt.
  • Kurze Transportwege sind einfacher zu bewältigen, kosten- und zeitsparend.

 

Davon profitiert die Region

  • Holz ist als regionaler, ökologischer Brennstoff in ausreichender Menge vorhanden.
  • Die Verbrennung von Hackgut ist zu 100 % CO2-neutral und schont die Umwelt.
  • Kurze Transportwege sind ökologisch wertvoll.
  • Die Wertschöpfung bleibt in der Region.
  • Die Region wird unabhängig von Öl- und Gaslieferanten.

 

Werden auch Sie Power-Bauer!

Wenn auch Sie etwas in Ihrer Region bewegen wollen, Hackgutlieferant werden wollen oder Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns haben, dann rufen Sie uns einfach an: T 04212 30880. Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

HSH-Power-Bauern, die bereits als treibende Kräfte mitarbeiten:

 

 

Die Abnahme der Biomasse von heimischen Bauern sichert kurze Lieferwege und die regionale Wertschöpfung.

Erich PachlerObmann der Waldwirtschaftsgemeinschaft

HSH: Sie sind Obmann der Waldwirtschafts-gemeinschaft. Wie wichtig sind Nahwärme-anlagen für die regionale Forstwirtschaft?

Erich Pachler: Sehr wichtig. In den Wäldern ist genug Material, um dieses Biomasseheizwerk zu betreiben. Für die Landwirte ist diese Holzabnahme eine wichtige Einkommensabsicherung.

 

HSH: Woher wird das Holz angeliefert?

Erich Pachler: Wir liefern Holz aus einem Umkreis von max. 10 - 15 km Entfernung. Die HSH Nahwärme GmbH hat uns die Abnahme garantiert, das ist sehr wichtig für uns. Ein anderer Betreiber, der auch im Gespräch war, wollte Holz aus dem Umkreis von 150 km einkaufen. Da sind wir geografisch schon in Kroatien.

 

HSH: Welches Holz wird genutzt?

Erich Pachler: Wir nutzen jegliches Holz unserer Wälder, das nicht als Qualitätsholz verkauft werden kann. Fichte, Kiefer, Birke und andere Laub- und Nadelhölzer. Der Wertholzmarkt ist immer Modeströmungen unterworfen. Mal dunkel – mal hell. Die Einnahmen aus dem Brennholzverkauf sind dagegen kontinuierlich.

 

HSH: Wie sehen Sie die Zusammenarbeit mit der HSH Nahwärme GmbH?

Erich Pachler: Hier besteht nicht nur eine wirtschaftliche Verbindung, sondern auch ein großer Vertrauensvorschuss. Die Geschäftsführer der Nahwärme GmbH, Fam. Rattenberger, kommen selbst aus der Landwirtschaft und kennen das Angebot, aber auch die Sorgen der Landwirte. Wir arbeiten eng zusammen und können bei Engpässen oder offenen Fragen jederzeit auf ihre Erfahrung und Kompetenz zurückgreifen. Ansprechpartner, Ideen und Lösungsvorschläge sind immer rasch zur Stelle.

 

 

 

 

Es ist unsere Pflicht den Kindern vorzuleben, wie man im Einklang mit der Natur gut zusammenleben kann. Die moderne Biomasse Nahwärme-anlage ist ein Vorzeigebeispiel für komfortables, nachhaltiges Heizen.

Bernhard KnappHeizwart der Nahwärme Lavamünd

HSH: Was ist Ihre Aufgabe in der Biomasse Nahwärme Anlage?

Bernhard Knapp: Ich bin als Heizwart zuständig für die Übernahme der Hackschnitzel, die Qualitätskontrolle und den Betrieb der Anlage.

 

HSH: Wie hoch ist die Lärmbelastung einer solchen Anlage im Betrieb?

Bernhard Knapp: Die Lärmbelastung ist vernachlässigbar. Überhaupt an diesem Standort, der ja an einer Hauptverkehrsader liegt. Das Abladen der Hackschnitzel dauert ca. 5 Minuten und für das Verschieben in das Lager brauche ich nochmal fünf Minuten. Mit 10 Minuten ist also bei diesem Vorgang maximal zu rechnen. Im Schnitt wird mit einer Anlieferung pro Woche gerechnet.

 

HSH: Wie wichtig ist für Sie der Bau dieser Biomasse-Nahwärmeanlage? 

Bernhard Knapp: Als Landwirt und Vater habe ich doppelt Grund zur Freude. Zum einen findet das Holz aus unseren benachbarten Wäldern eine nahegelegene und langfristige Abnahme, zum anderen stehe ich dem Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen sehr positiv gegenüber. Werte wie Nachhaltigkeit und nicht auf Kosten anderer zu leben, können wir den Kindern nur weitergeben, wenn wir sie ihnen vorleben. Wenn man Wasser predigt, sollte man auch selber Wasser trinken.

 

HSH: Sehen Sie Möglichkeiten durch die Anlage das öffentliche Interesse an Erneuerbarer Energie und regionale Wertschöpfung zu wecken oder in Gang zu halten?

Bernhard Knapp: Auf jeden Fall. Das neue Biomasseheizwerk ist bestens geeignet um zu zeigen, wie eine Region profitieren kann, wenn man natürliche und menschliche Ressourcen, die regional vorhanden sind, einsetzt.  Wir haben ein hochmodernes Werk, das nach Rücksprache besichtigt werden kann. Ich habe dazu auch bereits Kontakt zu den Schulen im Ort aufgenommen.

 

 

 

 

Ich liefere mein Holz gerne ins Heizwerk. Die Transportwege sind kurz und auch der Preis passt.

Kurt Obweger, Power-Bauer und Holzlieferant aus St. Walburgen bei Eberstein

HSH: Als regionaler Forstwirt beliefern Sie seit einigen Jahren das Heizwerk Brückl. Welche Vorteile hat das für Sie mit sich gebracht?

Kurt Obweger: Ich liefere mein Holz meistens ins Heizwerk nach Brückl oder nach St. Paul. Für mich ist das sehr vorteilhaft, weil ich das Holz nicht weit transportieren muss und auch der Preis passt. Dabei liefere ich zumeist Mengen von 400–500 Kubikmetern. Da ist relativ viel Hartholz dabei, viele Eschen. Das Holz schlagen wir im Winter, dann kann es den ganzen Sommer liegen und kommt erst im darauffolgenden Frühjahr zum Einsatz. So passt die Qualität und wir können das Holz leichter Abtransportieren.

 

HSH: Generell werden ja immer mehr Heizwerke in Kärnten gebaut. Sehen Sie das als Vorteil für die Region?

Kurt Obweger: Natürlich ist das ein Vorteil. Nicht nur für uns Holzlieferanten, sondern auch für die Bevölkerung. Ich finde auch die Pläne für das Heizwerk in Klagenfurt gut ... obwohl, wer weiß, ob das überhaupt umgesetzt wird.

 

 

Mit den Hackschnitzellieferungen für das Heizwerk in Eberstein erzielen wir ein schönes Zusatzeinkommen.

Thomas Sereinig, Power-Bauer und Holzlieferant aus Eberstein

 

HSH: Haben sich für Sie als Forstwirt nennenswerte Vorteile durch das Heizwerk Eberstein ergeben?

Albin Sereinig: Früher haben wir das Holz teilweise der Natur überlassen. Heute „räumen wir den Wald zusammen“ und erzielen mit den so gewonnenen Hackschnitzeln ein schönes Zusatzeinkommen. Wenn man so wie hier in Eberstein ein Heizwerk hat, dann bietet sich das natürlich an. Und wir sind sehr froh darüber.

 

HSH: Stichwort Holzsituation und Biomasseheizwerke – wie beurteilen Sie die Lage?

Thomas Sereinig: Wenn man die Zeitungsmeldungen verfolgt, merkt man, dass die Leute davor Angst haben, dass für den Betrieb von Heizwerken zu wenig Biomasse zur Verfügung steht. Das ist ja auch beim geplanten Biomasseheizwerk in Klagenfurt so. Aber ich denke, es kann sich nur um eine Übergangszeit handeln, genau so lange nämlich, bis sich die Bauern darauf eingestellt haben.Bei uns in Eberstein war es ja anfangs dasselbe. Nur wenige haben sich gleich zu Beginn getraut, für derart große Liefermengen zu unterschreiben. Jeder hat sich gedacht: „Wo soll ich diese Mengen denn nur hernehmen?“ Im Endeffekt liefert jetzt jeder von uns mehr als die ursprünglich geforderte Kubikmeteranzahl und ist froh darüber. Es dauert halt einfach ein bis zwei Jahre, bis man sich von der Arbeit her umgestellt hat, bis das Holz geschlägert und getrocknet ist. Aber ich sehe da kein Problem.