Drexel und Weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH

Komfortlüftungen, Haustechnik für Passivhäuser und energieeffizienten Wohnbau

Drexel und Weiss energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH

 

Drexel und Weiss 
energieeffiziente Haustechniksysteme GmbH
Achstraße 42 • 6922 Wolfurt

T +43 (0) 5574 47895 0

office@drexel-weiss.at

www.drexel-weiss.com

 


 

Ich bin ein pragmatischer Weltverbesserer

Nach einem angeregten Gespräch und einem Rundgang durch das Unternehmen drexel und weiss plaudern wir noch über Politik, Energiezukunft, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei kommt Christof Drexel – Gründer und Geschäftsführer des Vorarlberger Unternehmens drexel und weiss – jener Satz über die Lippen, der spontan zum Titel dieses Porträts wird. Tauchen wir also ein in die Welt des pragmatischen Weltverbesserers.

 

Das Bedürfnis nach einem Beitrag zur Energiewende führte mich bereits in den frühen 90er-Jahren zu einer damaligen Nische der regenerativen Energiebereitstellung – die solare Lufterwärmung, vorwiegend zur Beheizung von großen Hallen eingesetzt. Parallel dazu wurden die ersten Geräte und Anlagen für die Wohnraumlüftung gebaut • 1996 fiel dann der Startschuss für die Entwicklung des weltweit ersten passivhaustauglichen Kompaktgerätes, das wir 1997 auf den Markt brachten. Der Aufbau des Vertriebsnetzes (Kompetenzpartner-System) begann 2000 • Im Jahr 2005 wurde unser Firmengebäude in Wolfurt in Passivhausqualität saniert • Unser Ziel ist es, diese Technologie weltweit einzusetzen, um einen Beitrag zur Lösung des Raumwärmeproblems leisten zu können • Seit 2013 ist drexel und weiss ein Unternehmen der Schweizer Josias Gasser Baumaterialien AG.

Christof Drexel,
Firmengründer und Geschäftsführer

HSH: Herr Drexel, können Sie eingangs mit einfachen Worten beschreiben, welchen Nutzen die Produkte ihres Unternehmens bieten?

 

Christof Drexel: Wir entwickeln, produzieren und vertreiben Geräte für gut gedämmte Wohnhäuser und größere Bauten wie Schulen, Gewerbebetriebe oder öffentliche Einrichtungen. Diese sorgen für ein ausgeglichenes Raumklima, also Wärme im Winter und Kühle im Sommer – und das ganze Jahr über für frische Luft in allen Räumen. Das warme Wasser kann bei Bedarf gleich mitgeliefert werden. Dabei zeichnen sich unsere technischen Lösungen auch noch durch einen geringen Platzbedarf aus und ersparen den Großteil der üblichen Energiekosten.

 

Das Grundprinzip ist die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung?

 

Eines der beiden Grundprinzipien, ja. In gut gedämmten Häusern sind die Lüftungsverluste der gewichtigste Posten in der Wärme-Energiebilanz. Hier setzen wir an und sorgen dafür, dass die Energie nicht zum Fenster hinausgelüftet, sondern rückgewonnen wird. Der wesentliche Faktor dabei ist allerdings die Qualität der Raumluft, also frische Luft mit ausreichend Sauerstoff in allen Räumen rund um die Uhr. Die Energieeinsparung ist überspitzt ausgedrückt ein „willkommener Zusatznutzen“.

 

Im Ernst?

 

Nicht ganz (lacht). Ich selber komme ganz klar aus der Energieeffizienz-Denkschule. Das bedeutet für mich, Energie nicht unnütz zu verbrauchen, sondern einfache und intelligente Lösungen zu finden, um mit einem Bruchteil des üblichen Bedarfes auszukommen. Dabei aber nicht auf Komfort zu verzichten, sondern ganz im Gegenteil auch noch das Lebensgefühl zu verbessern.

 

Lebensgefühl und Arbeitsgefühl.
Der Firmensitz hier in Wolfurt wird auch nach diesen Prinzipien beheizt?

 

Selbstverständlich. Wir sind 2005 hier eingezogen und davor wurde das Gebäude in einem Zeitraum von 10 Monaten generalsaniert. Übernommen haben wir einen Bau aus der Textilindustrie (Baujahr 1969), der mit einer für heutige Verhältnisse lächerlichen Dämmschicht von nur 20 mm versehen war. Das Gebäude war durch seine kompakte Bauart allerdings gut auf Passivhaus-Standard zu bringen: Zusätzliche Dämmung auf dem Dach, eine neue Fassade mit dreifachverglasten Fenstern und eine Sockeldämmung rund um das Haus haben den durchschnittlichen Verbrauch mühelos auf 11,5 kWh/m²a gesenkt. Oder einfacher und prägnanter ausgedrückt: Wir hatten im ersten Jahr für eine Fläche von 3.000 m² nur mehr 1.000,- Euro Heizkosten. Das entspricht in etwa einem unsanierten Einfamilienhaus mit Ölheizung zu jener Zeit.

 

Wie sieht die gebäudetechnische Lösung aus?

 

In den Büroräumlichkeiten verwenden wir verschiedene Lüftungsanlagen, wie sie auch bei einem Einfamilienhaus verwendet werden. Einmal um den verschiedenen Raumsituationen gerecht zu werden – der Seminarraum wird z. B. nur tageweise gebraucht, dann aber von vielen Menschen gleichzeitig. Der zweite Grund für dieses Konzept ist, dass wir den vielen interessierten Besuchern damit die Funktion unserer Produkte gut nahebringen können. Die Leute staunen immer wieder, dass sich die komplette Haustechnik-Zentrale in einem Kleiderschrank unterbringen lässt. In den Räumen sieht man dann nur noch ein kleines Lüftungsgitter. Auch was die Akustik anbelangt, können wir allfällige Zweifel leicht beseitigen: Das Lüftungsgerät für den Mannschaftsraum im unteren Stock läuft rund um die Uhr mit voller Drehzahl und trotzdem hört man es nicht, auch wenn es nur durch eine ganz simple Schranktüre vom Raum getrennt ist. Für mich ist das ein Grundprinzip für eine gute Lüftungsanlage, wir haben in diese Entwicklung sehr viel Erfahrung und Hirnschmalz investiert.

 

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Die Montage- und Lagerräume werden nach einem anderen Prinzip versorgt?

 

Auch hier arbeiten wir mit temperierter Luft, haben allerdings noch zusätzlich eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 40 kW im Einsatz, mit der ein Grundwasserbrunnen aus dem früheren Betrieb (Klimatisierung der Textil-Fabrikationshalle) genutzt werden kann. Die frühere Lüftungszentrale konnte stillgelegt werden und die dadurch frei werdende Fläche von knapp 150 m² kann jetzt für Nebenräume genutzt werden. Wieder ein Beispiel für die doppelte Effizienz: Weniger Energieverbrauch und geringerer Platzbedarf. Was noch dazukommt: Die Zuluft wird über ein Rohr in einem vorhandenen Kellergang vorgewärmt, selbst bei tiefen Minusgraden im Winter „starten“ wir so mit Plusgraden. Im Sommer dient das ganze System zur passiven Kühlung (d. h. ohne stromfressende Klimaanlage) aller Räumlichkeiten.

 

drexel und weiss gilt in der Branche als der „Mercedes unter den Lüftungsgeräten“. Was ist das Geheimnis dahinter?

 

Von einem Geheimnis kann man nicht wirklich sprechen. Wir machen einfach solide Arbeit und gehen mit unseren Entwicklungen in die Tiefe. Es genügt nicht, wenn man Vorhandenes kopiert und da und dort ein bisschen was anders macht. Wir gehen den Aufgaben und Problemstellungen auf die Spur, lassen alles Unnötige weg und finden klare und einfache Lösungen. Dabei darf es dann keine Qualitätskompromisse geben, auch nicht bei den Details und den beigestellten Komponenten. Unsere Lieferanten können ein Lied davon singen, denn unsere Ansprüche sind nicht immer leicht zu erfüllen. Aber nur so kommt man am Schluss zum bestmöglichen Ergebnis.

 

Das ist alles?

 

Nein, es gibt noch einen zweiten wesentlichen Faktor. Das ist die Systemkompetenz oder die Optimierung der Schnittstellen. Eine Lüftungsanlage besteht aus mehreren Komponenten und diese müssen aufeinander abgestimmt sein. Es ist wie bei der menschlichen Kommunikation: Wenn man nicht gut aufeinander hört, dann entstehen Probleme. Deshalb arbeiten wir an Gesamtlösungen und bieten diese auch komplett an. Das gilt besonders für die zentralen (und semizentralen) Lüftungssysteme für größere Objekte. Auch in diesem Bereich sind wir sehr aktiv, eigens erwähnen möchte ich noch kurz die Anlagen für Schulen, denn hier ist eine gute Sauerstoffversorgung in den Klassen ein spezielles Plus, das die Konzentrationsfähigkeit und damit den Lernerfolg der Schüler und Studenten fördert.

 

Da fällt mir noch etwas ganz Wesentliches ein: Ein Grund für unseren Erfolg und unsere Entwicklung sind natürlich auch unsere Mitarbeiter. Wir leben nach der Devise „Great Place to Work", wo man gemeinsam mit Mitarbeitern, die im Team ihr Bestes geben, in einem von Vertrauen geprägten Arbeitsumfeld ambitionierteste unternehmerische Ziele erreicht. Wir sind dafür auch schon mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem als „bester Arbeitgeber 2012".

 

Dürfen wir auch wissen, wie der Chef privat wohnt?

 

Natürlich in einem Passivhaus. Auch ein kleiner Beitrag zu mehr Effizienz und Kommunikation. Wir haben gemeinsam mit sieben weiteren Familien ein Grundstück mit 2.000 Quadratmetern gekauft und das Haus, das sich darauf befand, abgerissen. Jetzt haben wir an dieser Stelle zwei Gebäude mit acht Wohneinheiten errichtet, die entweder einen Zugang zum Garten haben oder eine Dachterasse. Das bietet die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu stehen und einander zu helfen, aber ganz ohne Verpflichtung. Denn jeder kann sich auch in seinen Privatraum zurückziehen, wenn er das Bedürfnis danach hat. Auch hier wieder dasselbe Erfolgsrezept, das Energie und Platz spart und eine gewinnende Form des Miteinanders zulässt.

 

Wohin denken Sie, wird sich die Energieversorgung in Europa bzw. weltweit entwickeln?

 

Ich glaube an eine Vollversorgung mit Solarenergie, dieser Gedanke trägt mich schon seit Jahrzehnten. Die Nutzung der fossilen Rohstoffe muss und wird weiter zurückgehen und durch nachhaltige Lösungen ersetzt werden. In welchem Tempo das passieren wird, kann heute seriöserweise niemand sagen, weil viele wirtschaftliche und politische Einflussfaktoren mit im Spiel sind. Aber das Ziel ist klar. Es geht ja auch gar nicht mehr um die Gewinnung der Sonnenergie an sich, vielmehr um die Speicherung und Verteilung. Es gibt einige hoffnungsvolle Ansätze wie etwas das Konzept „Power to Gas“, an denen eifrig geforscht wird. Auch die Verbindung mit der Elektromobilität, bei der die Speicher der Elektroauto einen Netzausgleich darstellen will ich in diesem Zusammenhang noch erwähnen.

 

Was wünschen Sie sich für die Wirtschaft und die Gesellschaft im Allgemeinen? Würde eine gute Fee einen Wunsch erfüllen, wie schaut dieser aus?

 

Ich bin an und für sich kein Wünsche-an-die-gute-Fee-Typ, eher ein pragmatischer Weltverbesserer. Es gibt viele Gelegenheiten, Entwicklungen für eine gelungene Zukunft am Schopf zu packen. Das gilt es eben zu tun. Etwas fällt mir doch noch ein für die gute Fee: Am wichtigsten wäre es, wenn wir eine Kultur des Miteinander anstelle des übermächtigen Konkurrenzprinzips entwickeln könnten und zwar in allen Lebensbereichen. Ich glaube hier liegt die Wurzel vieler Übel.

 

Sind Sie ein Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie?

 

Ja und Nein. Viele Grundgedanken finde ich gut. Meine Idee ist es aber vor allem, Bestehendes zu verbessern, anstatt neue revolutionäre Ideen als Leuchtturmprojekte zu forcieren. Ich halte das für beständiger und wichtiger. Lieber die Welt wie wir sie haben – das kann man jetzt auf alle Lebensbereiche beziehen – um drei Prozent verbessern, als „neue Inseln“ mit der gleichen Kraft zu errichten. Das sagt mir meine Lebenserfahrung.

 

Danke für diesen weitblickenden Schluss und das interessante Gespräch. Alles Gute für die Zukunft.

 


 

Ganz aktuell: Flexibles Rohrsystem

 

Das flexible Rohrsystem von drexel und weiss erfüllt die modernen Anforderungen in besonderer Art und Weise: Die einwandfreie Hygiene wird durch antistatische und antibakterielle Zusätze gewährleistet. Die glatte innenschicht sorgt für niedere Druckverluste und das durchdachte Verteiler-Sortiment erreicht beste Akustikwerte. Die flexiblen Rohre stehen in den Größen DN 75 und DN 90, sowie als Flachkanal 132x52 zur Verfügung.

 


 

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