SIKO SOLAR GmbH

Solarthermie, Wärmepumpen, Photovoltaik

SIKO SOLAR GmbH

SIKO SOLAR GmbH

Solarstraße 1 • 6200 Jenbach

T 05244  644 66

F 05244  644 65
info@siko.at
www.solar.at

 


 

Mit gutem Beispiel vorangehen

SIKO SOLAR aus der Tiroler „Technologieperle“ Jenbach feierte bereits das 30-jährige Bestandsjubiläum und ist nach wie vor fest in den Händen der Familie Sief. Doch das war nicht der Anlass für das Interview mit Firmengründer Arthur Sief. Es ging vielmehr um die beispielhafte Energieversorgung der eigenen Firmenzentrale.

 

 

Ich absolvierte eine HTL für Maschinenbau und war nach der Berufsausbildung einige Jahre im Elektro- und Installationsbereich tätig. Mein Forscherdrang in Sachen Solarenergie und Wärmepumpen und der Wunsch nach einer unabhängigen und verantwortlichen Entwicklung führten mich jedoch bald in die Selbständigkeit. 1980 gründete ich die Firma Siko Solar und verfolge seither die Devise, Komponenten und Anlagen in höchster Qualität zu erzeugen und zu vertreiben. Die Maßanfertigung von Solarkollektoren, Fassadenkollektoren, architektonisch schlüssige Lösungen und Sondermaße sind unser Erfolgsrezept – wir bedienen als Spezialisten eine Nische und ziehen ein strukturiertes Wachstum dem breiten Massenmarkt vor. In der Siko Solar GmbH beschäftigen wir heute rund 60 Mitarbeiter.

Ing. Arthur Sief, Firmengründer

HSH: Sehr geehrter Herr Sief, an Siko Solar kann man nur schwer „vorbeifahren“. Die Firmenzentrale gleicht einem einzigen Solarwürfel. Sind alle montierten Kollektoren wirklich aktiv und was passiert mit der produzierten Sonnenenergie?

 

Ing. Arthur Sief: Selbstverständlich sind die 350 Quadratmeter auf der West-, Ost- und Südseite unserer Firmenzentrale in die Beheizung des Gebäudes eingebunden. Dazu kommen noch einmal 120 Quadratmeter Solarkollektoren auf dem Dach der Produktionshalle sowie PV-Module mit einer Leistung von ca. 25 kWp.

Damit kommen Sie auch im Winter auf schöne Solarerträge – im Sommer müssen die großen Überschüsse allerdings auch genutzt werden können?

Wir haben hier im Haus unser Anlagenkonzept „Kombisol“ realisiert. Es funktioniert nach dem Prinzip, dass die überschüssige Solarenergie im Sommer mittels Erdkollektor „eingelagert“ wird, um in der kalten Jahreszeit über eine Wärmepumpe genutzt zu werden (in unserem Fall sind es zu Vergleichszwecken drei verschiedene Wärmepumpen). Der Strom für deren Betrieb wird wiederum äquivalent von der hauseigenen PV-Anlage produziert.

Man könnte also sagen, dass die Firma damit einem großen Werbeprospekt gleicht, weil alle Produkte, die vertrieben werden, auch in Betrieb zu besichtigen sind?
(lacht) Ja, das stimmt. Wobei zu bedenken ist, dass diese Kombination keine willkürliche ist, wir halten sie für das Nonplusultra für die Beheizung von Einfamilienhäusern bis hin zu Wohnbauten von ungefähr 20 Wohneinheiten. Ganz einfach deshalb, weil die Sonnenenergie optimal genutzt wird – und zwar übers ganze Jahr. Wenn die Gebäude entsprechend gedämmt sind, entstehen so kaum mehr Betriebskosten. Bei uns fallen z. B. im gesamten Betrieb keinerlei Heizkosten an – im Gegenteil: Wir erwirtschaften sogar einen Ertrag!

 

  • siko_firma.jpg /assets/gallery/131/685.jpg
    Die Energieversorgung des Bürogebäudes erfolgt zu 100% über Erneuerbare Energie.
  • siko_firma2.jpg /assets/gallery/131/684.jpg
    Das Heizsystem kombiniert Solaranlage, Wärmepumpe und PV – die Jahresenergiekosten liegen bei 0,- Euro.
  • siko_grafik.jpg /assets/gallery/131/683.jpg
    Das Kombisol Heizungssystem speichert den sommerlichen Überschuss der Solarthermieanlage im Erdreich ab.
  • siko_ref1.jpg /assets/gallery/131/686.jpg
    Kombisol-Referenzanlage in Zirl mit 12 Wohneinheiten (Heizleistung 25 kW)
  • siko_ref2.jpg /assets/gallery/131/687.jpg
    Kombisol-Referenzanlage in Vomp mit 14 Wohneinheiten (Heizleistung 36,3 kW)



Die meisten Einfamilienhäuser schaffen dies nicht. Ganz abgesehen davon müssen Sie sich auch keine Sorgen wegen Preissteigerung für Heizmittel machen. Wie kann man sich diesen Erdkollektor vorstellen?
Es sind Kunststoffschläuche, die unter der Firmenzentrale das gesamte Erdreich bzw. die Auskofferung durchziehen und eine riesengroße Speichermasse aktivieren, die eigentlich nichts kostet, weil sie ja ohnehin da ist. So etwas lässt sich bei einem Neubau natürlich leichter realisieren, in unserem Fall wurden 5.500 Meter Kunststoffleitungen verlegt. Es ist das gleiche Prinzip wie bei einer „normalen Wärmepumpenanlage“, also schon sehr oft angewendet und absolut betriebssicher.

Wie kann man sich den Übergang von Sommer- auf Winterbetrieb vorstellen? Fällt hier ein Betreuungsaufwand an?
Das erledigt alles die sogenannte Kombibox. Sie ist das Herzstück, oder eigentlich besser gesagt das Gehirn der gesamten Anlage. Die Kombibox erkennt den Energiebedarf des Hauses und optimiert den Einsatz der Solaranlage und der Wärmepumpe je nach Jahreszeit. Die Bewohner des Hauses merken davon überhaupt nichts und müssen auch nichts umschalten oder bedienen. Die Wärmeversorgung ist das gesamte Jahr über komfortabel und konstant geregelt.

Sehr überzeugende Argumente. Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir so erfolgreich und familiär weiterarbeiten können. Familiär einerseits weil meine Söhne mittlerweile leitende Funktionen im Betrieb innehaben. Andererseits verstehen wir aber auch das komplette SIKO SOLAR-Team mit allen Mitarbeitern als Familie im weitesten Sinne.

Von der Politik wünsche ich mir, dass für die Förderungsmaßnahmen für Erneuerbare Energie ein verlässlicher und kalkulierbarer Umfang zugestanden wird, um den Umstieg für viele Menschen leichter zu machen. Damit schließlich unser aller größter Wunsch und auch die Vision von Siko Solar in Erfüllung geht: eine Zukunft mit „Energie ohne Schattenseiten“.

Hier treffen sich unsere Wünsche. Viel Erfolg und herzlichen Dank für das Gespräch.

 

 


 

 

Energiedaten Firmenzentrale Siko Solar GmbH

 

Nutzfläche gesamt

Umbauter Raum gesamt

Heizlast 35 W/m²

Wärmepumpe gesamt

Erdkollektorregister gesamt (25 mm PE100)

Erdkollektorregister Fläche

Kollektor Fassade integriert Ost/Süd/West

Kollektor Dach aufgeständert, 60° Süd

Photovoltaik Dach aufgeständert, 30° Süd

Photovoltaik nachgeführt

 

 

Energieberechnung

 

Jahresenergieverbrauch

Solarertrag 152 kW/h/m²

Restenergie 57.776/COP 4,7

Photovoltaik Dach

Photovoltaik nachgeführt

 

Jährliche Heizkosten

 
 
2.127 m²    
9.833 m³    
74 kW    
79 kW    
5.500 lfm
3.200 m²    
342 m²
120 m²   
25 kWp
1,00 kWp       



 
128.000 kW/h
70.224 kW/h
12.293 kW/h
24.540 kW/h
1.240 kW/h
 
     0,- Euro   

 

 


 

Ganz aktuell: SIKO Solar – Weltrekord

Das Team von SIKO Solar hat mit Unterstützung von Tiroler Installateurlehrlingen vor dem Haupteingang der Messe Innsbruck in einer Rekordzeit von 52,5 Minuten eine funktionsfähige 70 Quadratmeter Solarthermieanlage errichtet.

Der Landesinnungsmeister Ing. Werner Bouvier sowie der Direktor der Fachberufsschule Innsbruck Winfried Judmaier haben sich dafür eingesetzt, dass 60 Lehrlinge des dritten und vierten Jahrgangs die Möglichkeit hatten, diesen Weltrekord gemeinsam mit der Fa. SIKO Solar aufzustellen.


 

Downloads