SEG KIOTO GmbH

Solarthermie- und Photovoltaiksysteme

SEG KIOTO GmbH

 

SEG KIOTO GmbH
Solarstrasse 1 • 9300 St. Veit/Glan
T +43 (0) 4212 28300 0
 

 

Wer im Tesla sitzt, kann ruhig „Gas geben“

 

Wir befinden uns diesmal im Industriepark St. Veit, an einer prominenten Adresse: Solarstraße 1. Solar Energy ist nämlich eine Marke der St. Veiter Solarindustrie. Was dahinter steckt? Einfache, steckfertige und kostengünstige Lösungen für Solarthermie und Photovoltaik. Dass dabei auf österreichische und europäische Qualitätsprodukte gesetzt wird, versteht sich von selbst. Mit Geschäftsführer Günther Kohlmaier sprachen wir über die aktuellen Entwicklungen auf den Solarmärkten, über Elektromobilität und über seine neue Leidenschaft, die Tesla heißt.

 

Günther Kohlmaier ist Geschäftsführer der SEG Solar Energy GmbH am Standort St. Veit an der Glan.

 

 

Solar Energy als Anbieter von innovativer Solartechnologie feierte kürzlich seinen fünften Geburtstag. Das Konzept hat sich bewährt: einfache, steckfertige und kostengünstige Lösungen mit europäischen Solarsystemen. In Zusammenarbeit mit dem Großhändler Holter heißt das Ziel: Solarenergie ‚Made in Austria’ für alle leistbar machen.

Günther Kohlmaier,
General Manager

HSH: Herr Kohlmaier, für Frau und Herrn Österreicher sind die Begriffe Solarthermie und Photovoltaik längst keine Fremdworte mehr. Aber wie sieht es international aus?

 

Günther Kohlmaier: Im Moment ist es in der Solarbranche nicht gerade langweilig. Die Märkte haben sich in den letzten Jahren sehr stark verändert und wir verändern uns mit. Unsere Hauptmärkte waren ursprünglich Österreich, Deutschland und Italien. Nachdem die Solarbranche weltweit sehr stark am Wachsen ist, denken natürlich auch wir über die Grenzen hinaus. In Spanien sind wir im Jahr 2014 zum Beispiel um 25 % gewachsen. Es gibt viele neue Märkte und Zielgruppen. Auch Dänemark möchte ich erwähnen. Hier boomt der Solarsektor regelrecht und zahlreiche Großanlagen entstehen. 2016 werden die Dänen beispielsweise eine solare Fernwärme mit 150.000 Quadratmetern Kollektorfläche fertigstellen! Das sind riesige Dimensionen.

 

Von den großen Dimensionen in Dänemark kommen wir nun aber doch zurück zu den Einfamilienhäusern in Österreich. Wo sehen Sie die Solartrends der nächsten Jahre?

 

Wir haben beobachtet, dass in Zentral- und Südeuropa der Solarstrombereich immer stärker wird. Viele Eigenheimbesitzer legen sich eine kleine 2-5 kW-Photovoltaikanlage zu. Das passiert zumeist in der Kombination mit Solarthermie – also mit Wärme. Bisher waren Solarthermie und Photovoltaik als eigenständige Systeme getrennt. Und genau hier sehen wir großes Potenzial für die Zukunft – in der Kombination von Strom und Wärme. Deshalb wird bereits fleißig an einem Hybridmodul gearbeitet. Die Labortests laufen. Feldtestanlagen gehen demnächst in Betrieb. Wir bleiben am Ball.

 

In Verbindung mit Photovoltaik wird auch das Thema Elektromobilität immer stärker in den Vordergrund gerückt. Hatten Sie schon einmal das Vergnügen, ein Elektrofahrzeug zu lenken?

 

Ja, das ist eine tolle Geschichte. Ich war vor einiger Zeit in der Schweiz, ging durch die Züricher Innenstadt und sah einen Tesla-Schauraum. (Anm.: Tesla Motors ist ein US-amerikanischer Produzent von Elektroautos). Es war halb sechs Uhr abends und normalerweise sperren die um sechs Uhr zu. Kurzentschlossen ging ich hinein und sagte, dass ich jetzt meine Testfahrt machen möchte. Natürlich hatte ich keinen Termin, aber der Verkäufer (ein Norweger, wie ich später erfahren habe) war äußerst zuvorkommend und organisierte in Windeseile einen Wagen. Ich war zunächst völlig baff von dem ausgezeichneten Service. Fünf Minuten später saß ich schon im Cockpit einer S-Limousine, machte mich mit den Instrumenten vertraut – und war begeistert. Wir sind dann ein Stück durch die Stadt gefahren, auf die Berge hinauf und wieder hinunter, über die Autobahn – einmal anständig beschleunigen – und dann wieder zurück. In diesem Wagen steckt ein Elektromotor mit 480 PS! Elektrisch. Ganz ohne Umweltproblematik. Einmal kurz aufs Pedal und in 100 Metern beschleunigt der Tesla auf 100 km/h. Einfach toll. Ich bin absolut überzeugt davon, dass diese Art von Autos Veränderungen bringen werden. Und – ja natürlich – dann zahlt sich eine eigene Photovoltaikanlage gleich doppelt aus.

 

So also klingt ein Verfechter der Elektromobilität!

 

Absolut – auch wenn ich privat (noch) keinen Tesla fahre. Unlängst habe ich bei einer Veranstaltung einen Vortrag von Dr. Daniele Ganser, der Historiker und Friedensforscher an der Universität St. Gallen ist, gehört. Und der bringt ganz genau auf den Punkt, dass die Elektromobilität – sofern der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt – ein absolutes Zukunftsthema ist. Wir müssen uns einfach über kurz oder lang aus der Umklammerung der Erdöl- und Erdgaskonzerne lösen. Es kommt eine neue Ära von Autos. Soviel steht für mich fest.

 

(Anm.: Einen äußerst interessanten Vortrag von Dr. Daniele Ganser finden Sie am Ende des Interviews als youtube-Link.)

 

Apropos: Auch wenn die erneuerbaren Energien weltweit auf dem Vormarsch sind, dominieren Erdöl- und Erdgaskonzerne noch immer die Energieversorgung. Wie sieht es denn mit dem Lobbying für erneuerbare Energien aus?

 

Es ist ein extrem ungleicher Kampf – noch ungleicher als jener von David gegen Goliath. Zur Relation: Der gesamte Industriepark St. Veit erzielt einen Umsatz von 100 Millionen Euro im Jahr. Das ist an sich ein sehr respektabler Wert. Im Vergleich dazu erwirtschaftet allerdings ein einziger der großen Ölkonzerne einen Gewinn von 100 Milliarden Euro. Und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Hier sprechen wir von Gewinn! Da ist es ganz klar, dass die Erdöllobby viel stärker ist. Es steckt einfach viel mehr Geld dahinter. Dr. Ganster meinte in seinem Vortrag auch, dass auf die erneuerbaren Energien jetzt unglaublich „eingedroschen“ wird – und dass das bei Machtverschiebungen ganz normal ist. Die erneuerbaren Energien sind den Ölkonzernen natürlich ein Dorn im Auge. Aber da müssen wir durch. Wir sind eindeutig auf dem richtigen Weg. Und den verfolgen wir auch weiterhin.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die kommenden Jahre!

 

 

Dr. Daniele Ganser am Alpen-Adria-Energy-Award 2014


 

Ganz aktuell: Das TWIN Set Energiedach

 

Dank der TWIN Set-Energiedachlösung von SOLAR ENERGY können Sonnenkollektoren sowohl für Stromerzeugung als auch für Heizung und Warmwasser genutzt werden. Solarthermie und Photovoltaik wurden so vereinheitlicht, dass beide Energiegewinnungsformen optisch wie auch technisch zu einem Energiedach verschmelzen.

 

 

 

 


 

 

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