Weider Wärmepumpen GmbH

Wärmepumpen zum Heizen, Kühlen und zur Warmwasserbereitung

Weider Wärmepumpen GmbH

 

Weider Wärmepumpen GmbH
Oberer Achdamm 4 • 6971 Hard
+43 (0) 5574 73200
F +43 (0) 5574 73200-6
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www.weider.co.at

 


 

Vorarlbergs „Ritter der Effizientesten Wärmepumpen"

Oft ergibt sich der Titel für eine gute persönliche Geschichte direkt aus dem Gespräch mit den Interviewpartnern. So auch in diesem Fall. Bei der Frage, was denn eine effiziente Wärmepumpe wirklich ausmache, gingen die Emotionen hoch: Da kommt es darauf an, sich kompromisslos für die richtige technische Umsetzung einzusetzen, auf langfristige Werte und Entwicklungen zu setzen und nicht auf kurzfristigen Erfolg.

 

Eine fundierte Ausbildung erhielt ich an der renommierten ETH Zürich, dort studierte ich Maschinenbau und Wirtschaft. Anschließend war ich sieben Jahre bei der Schokoladen-Firma Suchard in Bludenz, zuständig für Produktionsmanagement und Engineering. Nachdem ich schon immer selbständig tätig sein wollte – auf jeden Fall im Umweltbereich – übernahm ich im Jahr 2000 die Firma Weider. Seit damals sind wir kontinuierlich gewachsen. Von Anfang an steht mir meine Gattin Petra zur Seite, sie kümmert sich um die Finanzen.

Dipl. Ing. ETH Lucas Rupp,
Geschäftsführer

Nach der AHS-Matura führte mich mein Weg an die BOKU in Wien, Studienzweig Wasserwirtschaft und Ressourcenmanagement. Eine gute Grundlage für meinen heutigen Job. Die Liebe und meine eigene Familie führte mich noch vor Studienabschluss ins Ländle zurück. Dort lernte ich die Branche bei einem führenden Sanitär- und Heizungsgroßhändler kennen. 2005 ereilte mich der Ruf meines langjährigen Freundes Lucas Rupp (wir kennen uns tatsächlich seit dem Sandkasten) zur Firma Weider.

Thomas Mayer,
Leiter Vertrieb, Prokurist

 

Sehr geehrte Herren, wie hat die Weider-Geschichte begonnen?

 

Lucas Rupp/Thomas Mayer: Begonnen hat es hier in diesem Gebäude, wo wir jetzt sitzen, mit dem Brüderpaar Fritz und Walter Weider. Die waren beseelt von Effizienz und gehörten zu den absoluten Pionieren, was die Entwicklung der Wärmepumpe angeht. Damals beschäftigte sich nur eine knappe Hand voll Akteure damit, diese neue Alternative marktgängig zu machen.

 

Das Betriebsgebäude wurde 1970 errichtet und wir produzieren bis heute hier am Standort. Dabei geht es bei uns nicht um Millionenserien, sondern um Topqualität und höchste Effizienz. Wir machen unsere Wärmepumpen von der Pike auf selber und sehen uns als technische Manufaktur. Mit dem Anspruch, das Beste zu geben. Wenn Sie z. B. eines unserer Steuerteile öffnen, sehen sie dort Industriestandard, das ist nicht selbstverständlich für Geräte in dieser Größenordnung.

 

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Wie groß sind die Fortschritte? Wo stehen wir heute gegenüber damals?

 

Man darf nicht vergessen, dass wir schon vor 30 Jahren eine Grundwasser-Wärmepumpe mit einem COP von 6 hatten. Weit vor allen anderen Anbietern. Von diesem hohen Niveau aus haben wir uns ständig weiterentwickelt. Dabei geht es aber nicht nur um die Wärmepumpe an sich, sondern um das ganze System inklusive Steuerung, Speicher usw.

 

COP?

 

Der COP drückt das Verhältnis der abgegebenen Heizleistung einer Wärmepumpe zur aufgewendeten elektrischen Energie aus. Eine Leistungszahl von 6 bedeutet, dass von der eingesetzten elektrischen Leistung des Kompressors das sechsfache an Wärmeleistung bereitgestellt wird – bei einem bestimmten Betriebspunkt, gemessen auf einem Prüfstand. Noch anschaulicher ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) der Gesamtanlage, wenn also der tatsächliche Stromverbrauch mit der abgegebenen Wärmemenge über eine komplette Heizsaison verglichen wird.

 

Und da gibt es große Unterschiede zwischen den Systemen?

 

Ja, tatsächlich. Erdgekoppelte Systeme und Grundwasser-Wärmepumpen sind prinzipiell wesentlich effizienter als Luftwärmepumpen. Das ist einfach erklärt: Das Grundwasser hat nahezu das ganze Jahr dieselbe Ausgangstemperatur von ca. 10° Celsius, die Außenluft kühlt im Winter sehr stark ab und damit steigt der Strombedarf, im Extremfall bis zu einem COP von 1, dann wird die Wärmepumpe zur reinen Stromheizung

 

Sie gelten als Spezialisten für Grundwasser-Wärmepumpen. Was haben Sie in diesem Bereich zu bieten?

 

Wenn Sie Grundwasser zur Verfügung haben und eine Genehmigung für die Verwendung haben, ist das aus energetischer Sicht sicher der Idealfall. Allerdings hat das Grundwasser auch seinen Tücken. Es kann Stoffe enthalten, die dem Wärmetauscher der Wärmepumpe stark zusetzen. Zu diesen Stoffen gehört z. B. Eisen, Mangan, Schwefel ... und dann gibt es auch Wässer mit einer hohen elektrischen Leitfähigkeit, was zu Korrosionserscheinungen führt. Wir haben hier eine lange Produktentwicklung hinter uns, zu der mir eine ganz spezielle Geschichte einfällt:

 

Die Kirche in Floridsdorf wird mit einer Wärmepumpe aus unserem Haus beheizt. Und obwohl wir schon damals sehr hochwertigen Stahl für die Wärmetauscher verwendeten, waren in einem knappen Jahr die Lötverbindungen „durchkorridiert". Ich nahm Kontakt zu meinen ehemaligen BOKU-Kollegen auf und das Problem war schnell dingfest gemacht: Früher war hier einmal Meer, d.h. Salz, Natriumchlorid, d.h. das freie Chlor zerfrisst die Lötstellen. Seither verwenden wir eine spezielle Beschichtung und damit gibts keine Probleme mehr. Wir verwenden diese Wärmetauscher serienmäßig und das ist unsere besondere Spezialität. Andere Anbieter lösen das Problem mit einem zweiten, außenliegenden Wärmetauscher. Das sehen wir kritisch, den das vermindert die Effizienz durch den höheren Strömungswiderstand, Verluste bei der Wärmeübertragung und zusätzliche Pumpen mit Stromverbrauch. Und um Effizienz geht es bei uns ja in erster Linie.

 

Wie schaut es dann mit der Luftwärmepumpe von Weider aus?

 

Früher haben wir uns gesagt Luft ist das Letzte. Das war aus heutiger Sicht doch etwas arrogant oder zumindest einseitig. Man muss das Thema differenzierter sehen. Wir haben z. B. Kunden in Italien, wo die Temperaturen im Winter ganz andere sind wie bei uns. Auch in Irland sind wir vertreten, dort hat es teilweise den ganzen Winter plus 5 Grad. In Österreich gibt es ebenfalls klimatische Zonen und Höhenlagen, wo die Winter milder sind. Nach unserer Meinung ist die Luft-Wärmepumpe ( LWP) in vielen Regionen aber definitiv ungeeignet – wir sind jetzt einfach so und reden ganz frei – denn wir hatten gerade einen Jänner, der saukalt war, permanent unter minus 10 Grad. Wenn uns jetzt einer erklären will, dass eine billige LWP, die eine ohnehin kalte Luft noch weiter abkühlen muss und daraus effizient Energie erzeugen soll, dann muss man sagen er hat einen Vogel. Entschuldigen Sie, aber hier geht es um Physik und nicht um Propaganda. Wir haben uns gewehrt gegen die LWP, denn wir sind Effizienzritter ;-) Der Markt hat uns allerdings dazu gezwungen und so haben wir uns zum Ziel gesetzt, wenn schon, dann die effizienteste LWP zu entwickeln. Was uns mit einem COP von 4,43 auch auf Anhieb gelungen ist. Bestätigt vom unabhängigen Wärmepumpen-Testzentrum in Buchs (Schweiz).

 

Wie haben Sie das geschafft?

 

Neben einigen regeltechnischen Feinheiten, die aber top secret sind, vor allem durch das großzügige Außenteil (großes Register, besserer Wärmeübergang, großer Ventilator). Dass ist effizient und leise, denn wir erfüllen alle Normen: Schalldruck unter 20 Dezibel in 3 Meter Abstand, das genügt auch schon der neue Schweizer SIA Norm. Lärm wird immer mehr das Thema bei der Luft, in Innsbruck hat man gerade 14 LWP bei einer Reihenhauswohnanlage herausgerissen, weil die Betriebsgeräusche störend waren. Mittlerweile gibt es einige wenige Hersteller, die der Effizienz und Laufruhe Genüge tun, für viele gilt das allerdings nicht. Billig kaufen kann hier teuer werden und jede Menge Ärger bereiten.

 

Ist die Schweiz ein wichtiger Markt für Weider?

 

Natürlich, es sind ja nur ein paar wenige Kilometer bis zur Grenze. Die Schweiz ist im Übrigen das eigentliche Mutterland der Wärmepumpe. 65 % der Heizanlagen sind in der Schweiz Wärmepumpen, so viel wie nirgendwo anders. Die Schweizer sind auch unsere technischen „Fitnesstrainer", denn die Bestimmungen und Normen sind hier sehr scharf. Das hat auch von der Mentalität her unser Streben nach Effizienz ständig befeuert. Seit einiger Zeit gibt es in der Schweiz z. B. die Vorschrift, dass Warmwasser legionellenfrei erzeugt werden muss. Bei der Wärmepumpe wohlgemerkt ohne die Verwendung eines E-Heizstabes, da waren dann plötzlich einige WP-Hersteller weg von der Bildfläche. Wir haben das durch die Kombination von zwei Geräten geschafft, die übereinander angeordnet sind: Der untere Teil liefert 35 Grad für die Fußbodenheizung, der obere bis 70 Grad für legionellenfreies Wasser. Auch hier wieder Effizienz und intelligentes Gerätedesign im Weider-Stil. Was wir immer wieder vergessen zu erwähnen, weil es für uns so selbstverständlich ist: Der Großteil unserer Geräte hat eine Standfläche von lediglich 50 x 50 cm, das ist weniger als eine Waschmaschine.

 

Die Sommer werden immer wärmer, bald schon hat das Thema Kühlen im Sommer einen höheren Stellenwert als das Heizen im Winter. Das kommt der Wärmepumpe ebenfalls entgegen ...

 

... naja, die Aufgaben werden zumindest gleichwertig. Unschlagbar ist hier wieder die Grundwasser-Wärmepumpe mit der sogenannten passiven Kühlung. Die Temperatur des Wassers kann mit ganz einfachen Mitteln genutzt werden, um die Gebäude abzukühlen. Technisch entsteht kaum ein Aufwand und größtenteils haben unsere Geräte diese Funktion automatisch „an Bord". Die anfallenden Betriebskosten sind quasi null, lediglich ein bisschen Strom für den Antrieb einer Umwälzpumpe fällt an. Auch die erdgekoppelten Systeme eignen sich gut für die Kühlung, bei den Luft-Wärmepumpen fallen wieder mehr Kosten für aktive Erzeugung der Kälte an. Der kombinierte Heizungs- und Kühlbetrieb der Wärmepumpen ist oft ein schlagendes Argument, wenn es um die Entscheidung für Heizsystemes geht.

 

Wie schaut es eigentlich mit der eigenen Energieversorgung hier am Standort aus?

 

Bei der Übernahme war das Gebäude aus den 70er Jahren energetisch in einem schlechten Zustand. 2005 haben wir es generalsaniert und seither heizen wir – wie sollte es anders sein – mit einer Grundwasser-Wärmepumpe. In der Fertigung haben wir von Gebläsekonvektoren auf Deckenstrahlheizung umgestellt und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, das Raum- und Arbeitsklima ist nicht zu vergleichen. Wer selber einmal unter Geläsekonvetoren gearbeitet hat, wird das bestätigen können. Wir haben eine Nutzfläche von 1500 m² und wirklich sehr geringe Energiekosten für Heizung, Kühlung und Warmwasser von lediglich 3.500 Euro im Jahr.

 

Noch einmal zurück zum Thema Luftwärmepumpe. Wenn bei Sanierungsobjekten keine Tiefenbohrung möglich ist und der Garten nicht komplett umgegraben werden soll. Das ist doch ein plausibler Einsatzort für Luftwärmepumpen? 

 

Ja, für diesen Zweck sind unsere Geräte auch gedacht. Menschen, für die der ökologische Gedanke nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, können ihre Umweltbilanz dazu noch wesentlich aufbessern, wenn sie einen Ökostrom-Lieferanten wählen.

 

Was wir auch seit einiger Zeit im Programm haben sind Erdwärmekörbe. Diese brauchen weniger Platz und so kann zum Beispiel bei der Sanierung nur ein Teil des Gartens genutzt werden und der andere unberührt bleiben. Auch bei kleinen Baugrundstücken oder bei schwieriger Genehmigungslage sind sie eine super Alternative. Dieses System ist im Moment sehr im Kommen, wir produzieren die Erdwärmekörbe selber an einem eigenen Standort in Hard.

 

Die Idee ist zusammen mit der Firma Kernhaus-Massivhaus entstanden. Das deutsche Unternehmen kam zu uns mit der Frage nach einem günstigen Alternativsystem für die Luftwärmepumpe bei ihren Einfamilienhäusern. Für eine typische Anlagenleistung bei dieser Bauform von 5 kW Maschine werden drei Körbe, die in ca. drei Meter Tiefe eingegraben werden, verwendet. Diese brauchen jeweils 14 Quadratmeter Platz. Wir machen auch die Gesamtauslegung inklusive Körbe und liefern die Funktionsgarantie dazu. Die Berechnungen und Erfahrungen haben gezeigt, dass mit dem deutschen Strompreis diese Anlagen nach 10 Jahren günstiger zu betreiben sind als Luftwärmepumpen. Österreich hat einen geringeren Strompreis, da muss man noch ein paar Jahre dazurechnen. Die Möglichkeit des passiven Kühlens haben wir da noch nicht einmal mitkalkuliert.

 

Noch ein paar Worte zum Unternehmen selber ...

 

Wir beschäftigen derzeit 31 Mitarbeiter und streben ein natürliches Wachstum zwischen 5 und 7 Prozent an – alles andere ist aus unseren Augen nicht gesund. Kontinuität ist sehr wichtig für uns.

Natürlich hatten auch wir schon Krisen zu durchtauchen, bei Pioniermärkten kann man das nicht vermeiden, allerdings mussten wir noch nie aufgrund von Konjunkturschwankungen Personal entlassen. Wir produzieren auf drei Standorten, alle sind in Hard angesiedelt. Hier in Werk 1 werden unsere Hauptgeräte produziert, in Werk 2 die Luftwärmepumpen und in Werk 3 stellen wir Erdwärmekörbe her.

 

Die letzten Jahre haben wir uns auch sehr intensiv mit dem Thema Smart-Home beschäftigt. Unsere Geräte sind alle Smart-Grid-ready, PV-Erweiterung ist einfach möglich, Solarthermie-Anbindung ebenfalls. Sie können heute via Internet bzw. Mobiltelefon auf ihre Wärmepumpenheizung zugreifen, Temperaturen wählen, aber auch den Betrieb überwachen.

 

Ein ganz wichtiges Innovationsprojekt ist unsere Weichenheizung. Zur Betriebssicherheit werden nämlich Bahnweichen über den Winter elektrisch beheizt, damit diese nicht verkleben und Unfälle verursachen. Von November bis März kommen hier enorme Kosten zustande. Unsere patentierte Lösung verspricht wesentliche Kosteneinsparungen, ein Ingenieurbüro in München hat einen ROI (Return of Investment) von 8 bis 9 Jahren errechnet. Derzeit hat die Deutsche Bahn zehn Bahnhöfe im Testbetrieb. Die Ergebnisse sind vielversprechend und sowohl die SBB, wie auch die ÖBB sind gerade dabei, auf diesen Zug aufzuspringen.

 

Eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der TU Wien und TU München wollen wir auch noch erwähnen.

 

Ein Blick in die Zukunft, wo werden wir in 20 Jahren stehen?

 

In den Privathaushalten wird der PV-Anteil viel stärker, der Marktanteil der Wärmepumpe wird ebenfalls steigen, die fossilen Energien sind auf dem Rückzug. Letzten Endes bestimmt auch die Höhe des Ölpreises das Tempo dieser Entwicklung. Hier wünschen wir uns mehr Kostenwahrheit. Die Förderung des Tausches von Ölheizungen verzerrt den Wettbewerb. In Vorarlberg sind in den letzten acht Jahren gleich viele Ölheizungen getauscht worden wie Wärmepumpen im Neubau errichtet wurden. Da klaffen die Pläne für die Vorarlberger Energieautonomie und die Realität weit auseinander. Jedes Jahr müssten in Vorarlberg 2000 Ölheizungen durch andere Systeme ersetzt werden, damit im Jahr 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr für die Heizung verwendet werden. Das ist etwas unrealistisch und jedes Jahr, in dem wir weiter warten macht die Erreichung des Zieles weniger realistisch. Wir Erneuerbare-Energie-Akteure sitzen dabei oft am kürzeren Hebel und speziell in der Sanierung können wir von einem Stau sprechen.

 

Letzten Endes geht es aber um den gesellschaftlichen Wandel. Erneuerbare Energie ist ein wesentlicher Teil davon, und dafür stehen wir als Unternehmen zu 100 Prozent.

 

Möge die Übung gelingen – vielen Dank für das Gespräch!

 


 

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